Mögliche Lösungen zur Lerneinheit I: Gefühle und Handeln reflektieren

Mögliche Lösungen Handlungsschwerpunkt 1:
Gefühle aus unterschiedlichen Sichtweisen wahrnehmen

 

Fallreflexion / Partnerübung / Zurufabfrage

  1. Welche Gefühle haben Sie während der Partnerübung bei Schülerin Andrea wahrgenommen? Welche wurden darüber hinaus im Fallbericht deutlich?
  2. Welche Gefühle haben Sie bei Frau Klewe während der Partnerübung wahrgenommen? Welche wurden darüber hinaus im Fallbericht deutlich?

Personen

Schülerin Andrea

Frau Klewe

Gefühle

Ungeduld
Hilflosigkeit
Wut
Überforderung
Verunsicherung
Frustration
Innerer Druck
Ekel
Freude (zu Beginn)

Verunsicherung
Angst
Scham
Bedrohung
Hilflosigkeit
Frustration
Wut
Freude (zu Beginn)

(Tafelbild: Gegenüberstellung der wahrgenommenen Gefühle)

  1. Was fällt Ihnen bei der Betrachtung der Gefühle von Schülerin Andrea und Frau Klewe auf?

Beim Vergleich der Gefühle werden die Lernenden feststellen, dass sich die Gefühle von Schülerin Andrea und Frau Klewe stark ähneln. Beide empfinden überwiegend negative Gefühle, z. B. Hilflosigkeit, Frustration, Wut. Es gibt auch unterschiedliche Gefühlsnuancen  (z. B. Ekel – Scham, Bedrohung), die allerdings ebenfalls aus dem Bereich des negativen Erlebens kommen. Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, dass die Lernenden die Gefühle von Schülerin Andrea und Frau Klewe auch vor dem Hintergrund ihrer subjektiven Erfahrungen wahrnehmen.


Mögliche Lösungen Handlungsschwerpunkt 4:
Herausforderungen bewusst wahrnehmen

 

Kartenabfrage

Fragen

Mögliche Antworten der Lernenden

  1. Welches Verhalten von Menschen mit Demenz während des Essens und Trinkens empfinden Sie als problematisch?

 

  • nicht mit Essen beginnen, obwohl die Speisen vor ihnen stehen
  • mit Essen spielen, schmieren
  • Besteck nicht beachten oder nicht sinnvoll benutzen
  • Speisen im Mund behalten, ohne zu schlucken
  • Speisen ausspucken
  • Flüssigkeit oder Speisen aus dem Mund herauslaufen lassen
  • Nahrungsaufnahme verweigern: nach dem Löffel schlagen, Lippen zusammenpressen, Kopf wegdrehen, schimpfen, schreien
  • das Essen unterbrechen / beenden, apathisch werden
  • auf Bemühungen der Pflegenden (Ansprache, Signale …) gar nicht reagieren / ignorieren
  • ...
  1. Warum, glauben Sie, zeigt ein Mensch mit Demenz diese Verhaltensweisen?

 

  • das liegt an der Demenz, an einer Störung im Gehirn
  • der Mensch mit Demenz fühlt sich unwohl
  • der Mensch mit Demenz ist sich nicht darüber im Klaren, dass er dieses tut
  • der Mensch mit Demenz tut dieses aus Gewohnheit heraus
  • der Mensch mit Demenz drückt damit Gefühle aus, z. B. dass er nicht essen will

 

Weiterführung / Transfer:

Inwieweit, glauben Sie, lassen sich Ihre Erfahrungen und Annahmen auf andere Lebensaktivitäten übertragen?

Verallgemeinerbare Aspekte in Bezug auf problematische Verhaltensweisen:

  • einen Handlungsablauf nicht beginnen
  • mitten in einer Handlung stecken bleiben, apathisch werden
  • Gegenstände (z. B. Handtuch und Waschlappen bei der Körperpflege) anders benutzen, als in der Situation eigentlich sinnvoll
  • mit Gegenständen spielen
  • auf Bemühungen der Pflegenden gar nicht reagieren / die Pflegenden ignorieren
  • Pflegehandlungen abwehren / verweigern

Die Hypothesen der Lernenden zu möglichen Ursachen für diese Verhaltensweisen gelten ebenso für andere Lebensaktivitäten.

 


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