Unterrichtsablaufplan zur Lerneinheit V: Interaktion gestalten

Unterrichtsablaufplan (Gesamtzeit ca. 11 Unterrichtsstunden)

Handlungsschwerpunkte /
Zeitangabe

Handlungsschritte Lernende und Lehrende

Methoden / Sozialformen

Medien

  1. Das Was, Warum und Wie der Lerneinheit verstehen

(ca. 15 Minuten)

  • Lehrende gibt einen visualisierten Kurzüberblick über das Was, Warum und Wie der Lerneinheit

Kurzvortrag
(Plenum)

  • Tafel
  1. Signalebenen des Menschen unterscheiden

(ca. 105 Minuten)

  • Lehrende gibt einen Überblick über die verschiedenen verbalen und nonverbalen Signalebenen des Menschen

 

Vortrag
(Plenum)

  • Lernende finden Beispiele für körpersprachliche Signale (Mimik, Gestik …), die sie während der Lebensaktivität Essen und Trinken bei Menschen mit Demenz beobachten können
  • Lehrende moderiert den Ablauf der Vernissage und achtet auf die Unterscheidung zwischen Beobachtung und Interpretation
  • Lehrende bittet drei Personen, ein nonverbales Signal im Plenum darzustellen, welches von der Gesamtgruppe gedeutet wird

 

Brainstorming, Vernissage und körpersprachliche Darstellung (Gruppenarbeit, Plenum)

  • Lehrende gibt einen visualisierten Infoinput über die drei Regeln zur Bedeutungsabsicherung von nonverbalen Signalen

Vortrag
(Plenum)

  1. Körpersprache beobachten und interpretieren

(ca. 120 Minuten)

  • Lernende sehen die Ausgangssituation (Vorstellung von Herrn A.) und die Szene „Herr A. möchte etwas trinken“ (ohne Ton) ein erstes Mal in Normalgeschwindigkeit und beschreiben stichwortartig, was sie wahrgenommen haben
  • Lehrende moderiert die Auswertung

 

Videoarbeit mit Beobachtungsauftrag und Unterrichtsgespräch
(Einzelarbeit, Partnerarbeit und Plenum)

  • Arbeitsblatt V/2.1
  • Film „Interaktionen mit dementen Menschen“ (Margraf 1999)
  • DVD-Player, Beamer
  • Lernende sehen die Szene ein zweites Mal ohne Ton in Zeitlupe und beobachten mit Hilfe eines Beobachtungsbogens gezielt die Signale von Herrn A. und der Pflegeperson
  • Lernende vergleichen und überprüfen ihre Beobachtungen
  • Lehrende erfragt möglicherweise aufgetretene Schwierigkeiten

 

 

  • Lernende formulieren aus ihren Beobachtungen mögliche Regeln für die nonverbale Kommunikation mit Menschen mit Demenz
  • Lehrende sammelt die Beiträge auf einer leeren Wandzeitung oder an der Tafel („Regelspeicher“)

 

  • Lernende ordnen die nonverbalen Signale von Herrn A. und die nonverbalen Signale der Pflegeperson den verschiedenen Kanälen zu und überprüfen, welche Sinneskanäle die Pflegekraft bei Herrn A. anspricht
  • Lehrende leitet und moderiert die Zurufabfrage und formuliert Fragen zur Weiterarbeit
  • Lernende ergänzen ggf. den „Regelspeicher“

 

  • Lernende sehen den Film ein drittes Mal mit erläuterndem Ton

 

  1. Synchronie in der Interaktion herstellen

(ca. 105 Minuten)

  • Lernende führen eine Partnerübung zur Synchronie in der Interaktion durch und reflektieren ihre Erfahrungen während der Übung
  • Lehrende leitet eine Partnerübung an und moderiert die anschließende Reflexion

 

Synchronieübung
(Partnerarbeit)

  • Lehrende erläutert das Modell der Interaktion zwischen Menschen mit Demenz und Pflegepersonen (nach Athlin und Norberg), greift dabei die vorausgegangene Übung auf

 

Vortrag
(Plenum)

  • Lernende versetzen sich in einer Wahrnehmungsübung in eine Essenssituation; sie gestalten, beobachten bzw. reflektieren den Kontakt zu einem Menschen mit Demenz aus verschiedenen Rollen
  • Lehrender erläutert die Wahrnehmungsübung und moderiert den Prozess
  • Lernende formulieren Schwierigkeiten und Erkenntnisse in Bezug auf die Wahrnehmungsübung 

Interaktion gestalten (Gruppenarbeit)

 

 

  1. Interaktion, Team und     Organisation betrachten

(ca. 60 Minuten)

  • Lernende beurteilen die Interaktionssituation im Fallbericht aus Lerneinheit I vor dem Hintergrund des neu erworbenen Wissens; dabei beziehen sie die Perspektiven Interaktion, Team und Organisation ein
  • Lernende präsentieren ihre Ergebnisse
  • Lehrende moderiert die Ergebnispräsentation

Vertiefte Fallreflexion und Präsentation
(Einzelarbeit, Plenum)

  1. Die Lerneinheit evaluieren

(ca. 30 Minuten)

  • Lernende reflektieren anhand des Lerntagebuches die Lerneinheit
  • Lehrender bittet die Lernenden, ihre Ergebnisse auf eine vorbereitete Wandzeitung zu übertragen und auf Wunsch zu kommentieren

Reflexion anhand des Lerntagebuches
(Einzelarbeit)
Einpunktabfrage
(Plenum)

  1. Die gesamte Lernsituation evaluieren

(ca. 60 Minuten)

  • Lernende schätzen ihren Lernzuwachs ein, bewerten die Lernsituation in Bezug auf Inhalte, Methoden und Medien und sprechen Konsequenzen für zukünftige Lernsituationen an

Befragung
(siehe Arbeitsblatt V/6.1)
Blitzlicht


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