Methodenpool: Entscheidung
Einpunktabfrage


Methode: Einpunktabfrage

Ziel

Die Methode „Einpunktabfrage“ kann als quantitatives Instrument dazu genutzt werden, Meinungen, Haltungen, Erwartungen oder Einschätzungen einer Gruppe zu verdeutlichen. Die Lernenden üben dabei Stellung zu einer Aussage oder eine zu beziehen. Hierbei kann die eigene Stellungnahme mit derer anderer verglichen werden.

Vorgehensweise und Sozialform

Schritt I: Vorbereitung

  • Der Lehrende bereitet ein Plakat oder Flip-Chart mit zu beurteilenden Aspekten vor und heftet es an eine Pinnwand. Die zu beurteilenden Aspekte können dabei untereinander aufgelistet oder auch mit unterschiedlichen Beurteilungsabstufungen (z. B. trifft voll zu, trifft eher zu, trifft weniger zu, trifft gar nicht zu) in einem Koordinatensystem angeordnet sein.

Schritt II: Durchführung

  • Der Lehrende stellt die zu beurteilenden Aspekte vor und beschreibt das weitere Vorgehen.
  • Jeder Lernende erhält je einen Klebepunkt pro zu bewertendem Aspekt und klebt ihn an die entsprechende Stelle, die er für zutreffend hält. Alternativ können die Punkte auch aufgemalt werden.
  • Damit die Beurteilung möglichst anonym erfolgen kann, sollten die Lernenden dazu angehalten werden, nacheinander zu punkten. Dabei ist es hilfreich, wenn die Abfrage zunächst verdeckt erfolgt (z. B. verdeckter Teil der Tafel, umgedrehte Stellwand) und erst das fertige Ergebnis für alle ersichtlich wird.
  • Haben alle Lernenden gepunktet, zählt der Lehrende die Punkte vor der Gruppe mittels Streichungen aus und notiert daneben die Punkte.
  • Das Ergebnis kann, je nach Zielsetzung kommentiert, oder zum Unterrichtsende noch einmal zum Vergleich herangezogen werden.

Zeitaufwand

5 Minuten

Material

  • Plakat/Flip-Chart mit den zu bewertenden Aspekten
  • Klebepunkte
  • Moderationsstift

Hinweise

Diese Methode kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden und lässt sich auch spontan z. B. an der Tafel mit Hilfe von Kreidestrichen im Unterrichtsgeschehen einsetzen.

Literatur

Gugel, G. (2004): Methoden-Manual I – „Neues Lernen“. Tausend Praxisvorschläge für Schule und Lehrerbildung (4. überarbeitete Auflage). Weinheim, Basel, Beltz, 163.
Mattes, W. (2002): Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn, Schöningh, 19.
Neuland, M. (1999): Neuland-Moderation (3. Auflage). Künzell: Neuland- Verlag für lebendiges Lernen, 126-142.
Schneider, K. (2001): Moderationsprozess. Grundlagen für Lehr- und Führungskräfte. Brake: Prodos, 42.


Startseite

Download




 Zum Seitenanfang    © BMFSFJ

Impressum