Methodenpool: Entscheidung
Entscheidungsmatrix

 

Methode: Entscheidungsmatrix

Ziel

Die Methode „Entscheidungsmatrix“ dient dazu, gemeinsam eine sorgfältig abgewogene Entscheidung zu treffen. Die Lernenden üben hierbei, wie man eine Entscheidung auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse der Entscheidungssituation trifft. Sie beinhaltet, für die Entscheidungssituation Bewertungskriterien zu benennen und Lösungsvarianten zu bewerten.

Vorgehens-weise und Sozialform

Schritt I: Vorbereitung

  • Der Lehrende schreibt das zu bearbeitende Problem bzw. die Ausgangsfrage auf eine Wandzeitung. In einer Matrix trägt er auf der vertikalen Ebene Lösungsvarianten für das Problem ein. Auf der horizontalen Ebene zeichnet er freie Spalten für die Benennung von Bewertungskriterien ein.

Problem:

Lösungen

Kriterium A

Kriterium  B

Kriterium C

Kriterium D

 

Lösung I

 

 

 

 

 

Lösung II

 

 

 

 

 

Lösung III

 

 

 

 

 

 

Schritt II: Durchführung im Plenum

Der Lehrende erläutert das Ziel, den Sinn und den Ablauf der Methode. Er nennt das zu bearbeitende Problem bzw. die Ausgangsfrage. 

Sammeln, sortieren und auswählen von Bewertungskriterien

  • In einem Brainstorming sammeln die Lernenden Bewertungskriterien, für die Lösung des Problems. Der Lehrende notiert die Bewertungskriterien auf Karten und heftet diese an eine Pinnwand.
  • Im nächsten Schritt werden die Karten geclustert. Hierzu werden ähnliche Bewertungskriterien zusammengehängt und Oberbegriffe formuliert.
  • Nun wählen die Lernenden mit Hilfe einer Mehrpunktabfrage Bewertungskriterien aus. Hierzu legt jeder Lernende die Wichtigkeit der Kriterien für sich auf einem Papier fest. Im Anschluss daran erhält jeder sechs Klebepunkte und kennzeichnet die ihm wichtig erscheinenden Kriterien an der Pinnwand. Pro Kriterium dürfen maximal zwei Punkte vergeben werden.
  • Der Lehrende zählt die vergebenen Punkte aus. Nicht bepunktete Bewertungskriterien finden im Weiteren keine Berücksichtigung.

Bewertung der Lösungsvarianten

  • Der Lehrende trägt die ausgewählten Bewertungskriterien mit der dazugehörigen Punktzahl in die vorbereitete Matrix ein.
  • Jeder Lernende erhält nun so viele Klebepunkte, wie es Bewertungskriterien gibt.
  • Im nächsten Schritt beurteilen die Lernenden die Lösungsvarianten hinsichtlich der Bewertungskriterien. Dazu kleben sie pro Bewertungskriterium je einen Punkt an die Lösungsalternative, für die das Bewertungskriterium ihrer Meinung nach am meisten zutrifft.
  • Zum Schluss zählt der Lehrende die Punkte aus und multipliziert sie jeweils mit der Zahl, die neben dem Bewertungskriterium steht. Auf diese Weise ergibt sich für jede Lösungsvariante eine Summe.

 

Auswahl der Lösungsvariante

  • Die Lösungsalternative mit der höchsten Summe wird für die weitere Bearbeitung ausgewählt. 

Zeitaufwand

Ca. 30 Minuten

Material

  • Karten
  • Stifte
  • Nadeln/Klebeband
  • Plakat mit vorbereiteter Matrix
  • Klebepunkte
  • Pinnwand

Hinweise

Es besteht die Möglichkeit, dass der Lehrende die Bewertungskriterien vorgibt.

Literatur

Lipp, U., Will, H. (1998): Das große Workshop-Buch.
Konzeption, Inszenierung und Moderation von Klausuren, Besprechungen und Seminaren (6. Auflage). Weinheim und Basel: Beltz, 122-125.
Schneider, K. (2001): Moderationsprozess. Grundlagen für Lehr- und Führungskräfte. Brake: Prodos, 36-37.


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