Methodenpool: Präsentation
Visualisierung


Methode: Visualisierung

Ziel

Mit Hilfe einer Visualisierung werden Unterrichtsinhalte bildhaft dargestellt. Lernende erhalten hierdurch einen übersichtlichen, eindeutigen und umfassenden Zugang zum Sachverhalt, sie können Zusammenhänge schneller erfassen. Verstehen und vernetztes Denken werden durch eine Visualisierung erleichtert, Aufmerksamkeit und Neugier können geweckt werden. Durch den Einsatz von verschiedenen Visualisierungstechniken werden unterschiedliche Lerntypen (verbaler, visueller, auditiver und haptischer Typ sowie Mischformen) angesprochen. Hierdurch können Informationen besser aufgenommen und behalten werden.

Vorgehensweise und Sozialform

Der Vortragende legt zunächst Inhalt und Ziel seiner Visualisierung fest. Im Anschluss daran kann er sich zum Beispiel für folgende Gestaltungselemente entscheiden, die er einzeln oder miteinander einsetzen kann:

  • Text, Schaubilder, Grafiken, Symbole, Linien, Punkte, Pfeile, Diagramme (Listen, Tabellen, Kurven, Säulen, Balken, Kreise, Organigramme, Aufbau und Ablauf).
  • Prozesse, Verläufe oder Abläufe lassen sich z. B. in Form eines Flussdiagramms visualisieren. Sollen quantitative Zusammenhänge oder Aussagen vermittelt werden, so kann dies in Form einer Matrix oder mittels Diagramm bildhaft dargestellt werden.
  • Prozesse und Ergebnisse von Einzel- und auch Gruppenarbeiten lassen sich mit Hilfe von Moderationstechniken (z. B. Kartenabfrage, Clustern) visualisieren.
  • Ein Mind-Map kann genutzt werden, um einen Text zu exzerpieren, den Verlauf einer Diskussion darzustellen oder Ideen zu entwickeln.

Empfehlungen zur Gestaltung
Die Visualisierung sollte sorgfältig, verständlich und übersichtlich gestaltet sein, eine Überschrift beinhalten sowie optische Ankerreize setzen. Durch den gezielten Einsatz von Farben und Formen können wichtige Aussagen hervorgehoben sowie Hierarchien und Zusammenhänge verdeutlicht werden. Der Vortragende nutzt die Visualisierung als wirkungsvolle Unterstützung der Sprache. Dabei stellt er nur „bestimmte“ Informationen seines Vortrags bildlich dar.
Entscheidet sich der Vortragende für eine Text-Darstellung, so sollte er:

  • nur Kernaussagen notieren
  • kurze und bekannte Begriffe verwenden
  • eine Gliederung und Ordnung darstellen (z. B. Überschriften, Blöcke)
  • anregende Zusätze wie Beispiele oder Bilder integrieren
  • den Text bis zur letzten Zeile lesbar gestalten (Zeilenabstand, Schrift, Schriftgröße)
  • maximal sieben Punkte pro Visualisierung verwenden

Für eine Visualisierung eigen sich beispielsweise folgende Medien: Tafel, Pinnwand, Flip-Chart, Wandzeitung, Overhead-Projektor, Diaprojektor, Episkop, Bildschirm-Präsentation

Zeitaufwand

Abhängig vom Umfang der zu präsentierenden Inhalte

Material

  • Richtet sich nach gewähltem Medium

Hinweise

Lernende können regelmäßig Visualisierungen im Unterricht erstellen, z. B. zur Präsentation von Gruppenarbeitsergebnissen. Sie lernen ihre Arbeitsergebnisse logisch zu strukturieren, zusammenzufassen und für alle nachvollziehbar darzustellen.

Literatur

Hartmann, M., Funk, R., Nietmann, H. (1992): Präsentieren. Präsentationen: zielgerichtet und adressatenorientiert (2. Auflage). Weinheim und Basel: Beltz, 107-150.
Schneider, K. (2001): Moderationsprozess. Grundlagen für Lehr- und Führungskräfte. Brake: Prodos, 12-13.
Stary, J. (1997): Visualisieren: ein Studien- und Praxisbuch. Berlin: Cornelsen Scriptor.

 


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