Methodenpool: Systematisierung
Kartenabfrage


Methode: Kartenabfrage

Ziel

Mit einer Kartenabfrage können Themen, Fragen, Ideen, Lösungsansätze oder Meinungen zu einem bestimmten Thema gesammelt werden. Dabei werden die Beiträge aller einbezogen und weiterverarbeitet. Jeder Beitrag muss, damit er auf eine Karte passt, kurz und knapp formuliert werden. Hierdurch werden die Lernenden angehalten, ihre Gedanken zu konkretisieren und auf den Punkt zu bringen.

Vorgehensweise und Sozialform

Der Lehrende visualisiert die Fragestellung und erläutert den Arbeitsauftrag.
Die Lernenden schreiben ihre Antwort auf Moderationskarten (kann je nach Fragestellung in Einzel- oder Gruppenarbeit erfolgen). Hierbei berücksichtigen die Schreibenden folgende Hinweise:

  • mit einem dicken Filzstift/Moderationsstift schreiben
  • pro Karte nur einen Stichpunkt notieren
  • groß und gut leserlich in Druckschrift (Groß- und Kleinschrift) schreiben

Die Weiterverarbeitung kann im Plenum oder in der Kleingruppe erfolgen. Wenn das Schreiben beendet ist, sammelt der Moderator (Lehrende oder Lernende) alle Karten verdeckt (Schrift nach unten) ein und mischt sie. Beim anschließenden Clustern werden die einzelnen Karten vorgelesen und angeheftet.

Zeitaufwand

Ca. 10-15 Minuten

Material

  • Plakat oder Tafel mit der Ausgangsfragestellung
  • Karten
  • dicke Filzstifte/Moderationsstifte
  • Nadeln oder Klebeband zum Anheften

Hinweise

Die Befragten bleiben bei der Kartenabfrage anonym. Jeder Lernende darf beliebig viele Karten notieren. Um jedoch eine anschließende Kartenflut zu vermeiden, kann der Lehrende die Ausgangsfragestellung durch ausgewählte Adjektive konkretisieren und so die mögliche Anzahl der Antworten im Vorfeld etwas einschränken. Z. B.: „Welche schwerwiegenden Probleme..., wichtigen Themen..., ungewöhnlichen Ideen...?“ (Neuland 1999, 103).
Bei größeren Gruppen (> 15) kann, wenn die Fragestellung es erlaubt, in Partnerarbeit gearbeitet werden. So kommen in der Regel weniger Doppelungen vor, was eine geringere Kartenzahl zur Folge haben wird.

Literatur

Jecht, H., Sgonina, S. (1998): Lernen und arbeiten in Ausbildung und Beruf. Methodenheft für den handlungsorientierten Unterricht. Darmstadt: Winklers Verlag Gebrüder Grimm, 84-85.
Neuland, M. (1999): Neuland-Moderation (3. Auflage). Künzell: Neuland-Verlag für lebendiges Lernen, 102-105.
Seifert, J. W. (1989): Visualisieren – Präsentieren – Moderieren. Bremen: GABAL, 106-107.


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