Methodenpool: Wahrnehmung
Tanz

 

Methode: Tanz

Ziel

Durch den Einsatz von Bewegung und Tanz können Musikstücke, Lieder und dessen Texte veranschaulicht, interpretiert und körperlich nachvollzogen werden. Es kommt zu einem intensiven Erleben und einer vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten.

Vorgehensweise und Sozialform

  • Zunächst ist wichtig, dass den Lernenden ein langsames Warmwerden ermöglicht wird. Dies kann mit Hilfe einer Entspannungsübung oder durch lockeres „Eintanzen“ erfolgen.
  • Im nächsten Schritt setzen sich die Lernenden im Kreis auf den Boden. Es empfiehlt sich, dass jeder hierzu warme Socken und ein Kissen oder eine Decke mitbringt.
  • Das von der Lehrperson ausgewählte Musikstück/Lied wird gemeinsam angehört. Dabei haben die Lernenden die Aufgabe, sich auf die Musik zu konzentrieren und Melodie, Rhythmus und Text aufzunehmen. Hilfreich ist es, wenn der Text jedem als Kopie vorliegt oder auf einem Plakat visualisiert wird.
  • Nachdem das Stück einmal angehört wurde, stehen die Lernenden auf und verteilen sich im Raum. Die Musik wird noch einmal gespielt. Nun horchen die Lernenden in sich hinein und probieren verschiedene Bewegungen, die ihnen zum Lied einfallen, aus. Dabei geht es nicht darum, tänzerisches Talent darzustellen, sondern vielmehr Gedanken, Fantasien, Emotionen oder Wünsche zu symbolisieren.
  • Im Anschluss daran wird im Plenum über die Erfahrungen während des Tanzens gesprochen und nach gemeinsamen Interpretationen gesucht.
  • Im weiteren Verlauf bilden die Lernenden Kleingruppen mit vier bis sechs Personen und einigen sich auf Grundaussagen zum Stück. Diese sollen in Form von gemeinsamen Bewegungen umgesetzt werden.
  • Die Interpretation der jeweiligen Kleingruppe wird abschließend der Großgruppe vorgestellt.

Zeitaufwand

Ca. 60 Minuten

Material

  • Großer Raum
  • Kassettenrekorder/CD-Spieler und Musikstück
  • Kopien des Textes oder Text auf einem Plakat

Hinweise

Manche Lernende fühlen sich in ihrer Tanzbewegung gehemmt, da sie befürchten, keine fließenden Bewegungen ausführen zu können und sich bloßzustellen. Es ist deshalb wichtig, im Vornherein darauf hinzuweisen, dass das tänzerische Talent nicht von Bedeutung ist, sondern vielmehr Gedanken, Fantasien, Emotionen oder Wünsche symbolisiert werden sollen.
Die Methode sollte nicht in Gruppen angewendet werden, in denen aktuell zwischenmenschliche Konflikte ausgetragen werden. Vielmehr ist eine Atmosphäre der gegenseitigen Akzeptanz für das Gelingen wichtig.

Literatur

Gugel, G. (2003): Methoden-Manual II: „Neues Lernen“. Tausend neue Praxisvorschläge für Schule und Lehrerbildung (2. überarbeitete Auflage). Weinheim, Basel, Berlin: Beltz, 103.


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